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Methode

Bei der Schneidlöschtechnik wird dem Löschwasser über eine spezielle Düse unter hohem Druck (>250 bar) ein Schneidmittel (Abrasivmittel) zugesetzt, mit dessen Hilfe der Wasserstrahl durch alle bekannten Baumaterialien schneidet.

Diese Methode erleichtert die Brand- und Rauchgasbekämpfung von der Außenseite des betroffenen Gebäudes. Der hohe Wasserdruck resultiert in einer sehr hohen Geschwindigkeit und einer Zerstreuung des Wassers in winzig kleine Tröpfchen.

Sobald der Strahl ein daumengroßes Loch in das Dach, die Hauswand, die Tür, den Container, die Autokarosserie, den Schiffskörper, die Silowand (usw.) geschnitten hat, wird die Schneidmittelzufuhr unterbrochen und der Brand mithilfe von feinem Wassernebel gelöscht.

Da die Öffnung so klein ist, dringt kein Sauerstoff von außen zum Feuer vor, wodurch die Löschwirkung maßgeblich erhöht wird. Je kleiner die Öffnung zum Brandraum, desto schneller wird die Temperatur verringert, da die brennbaren Pyrolysegase bei einem in sich abgeschlossenen Bereich leichter reaktionsträge gemacht werden kann. Der Wasserdampf bleibt länger im Brandbereich und verdrängt so wirkungsvoll den Sauerstoff und reduziert schnell die Temperatur.

Die Praxis hat zudem gezeigt: Je höher die Temperatur im Brandraum, desto besser die Kühlung und die Löschleistung. Auch wenn sich das Feuer bei einem Dachstuhlbrand o. Ä. durch die Dachkonstruktion ausbreitet, ist das Schneidlöschgerät ein wirkungsvolles Löschhilfsmittel.

Wenn die vielen Wassertröpfchen in den Brandraum gelangen, beginnt ein äußerst wirkungsvoller Löschprozess, den man in vier Abschnitte unterteilen kann:

 - Rauchgaskühlung im Brandbereich

- Abkühlen des Brennstoffes und potenziellen Brandnestern

- Reduzierung der Sauerstoffkonzentration

- Absorption der Hitzestrahlung

Durch die große Oberfläche verdampft der Wassernebel im Allgemeinen schneller – viele kleine Tröpfchen bilden eine größere effektive Wasseroberfläche, was zu einer schnellen Verdampfung der Tropfen führt. Hierdurch kann dem Feuer extrem viel Energie entzogen werden. Je größer die Geschwindigkeit der Tröpfchen zudem ist, desto schneller kühlt auch das Rauchgas ab.